Unterwegs - Praxisbeispiel Change

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00:00:02: Herzlich willkommen lieber Hörerinnen

00:00:04: und Hörer zu einer

00:00:05: neuen Folge von

00:00:06: Drei geführt der Führungspotcast unterwegs.

00:00:09: Wir sind also unterwegs, Claudia, wo sind wir denn?

00:00:12: Ja, wir sind hier ganz in der Nähe von uns, nämlich wir sind in Köln bei Zug um Zug.

00:00:18: Und Zug und Zug ist ein Verein, der in Köln schon sehr lange seit ... ... und die sind gerade in einem Change-Prozess.

00:00:27: Und wir haben drei tolle Gesprächspartner, die von ihrem Change-Prozess erzählen.

00:00:32: Also hört einfach mal rein.

00:00:34: Bis gleich, ich bin gespannt.

00:00:35: Bis gleich.

00:00:36: Und jetzt sitzen wir in den Räumen vom Zug um Zug e.V.

00:00:40: Und wir sitzen drei ganz liebe Menschen gegenüber und das sind ...

00:00:45: Oli Wittig.

00:00:46: Marlene Meyer.

00:00:46: Frau

00:00:47: Branmoseni.

00:00:49: Herzlich willkommen bei Dreiegeführ dem Führungspodcast.

00:00:52: Und unser Thema heute ist Change Management, Kulturwandel und ihr steckt da noch mittendrin und ich bin gespannt, was ihr mir erzählt.

00:01:02: Aber vorher vielleicht mal ganz kurz, Marlene magst du mal erzählen.

00:01:07: Wer ist Zug um Zug?

00:01:08: Was macht ihr?

00:01:09: Und was ist deine Funktion bei Zug um Zug?

00:01:12: Und dann dürfen die anderen beiden natürlich auch noch kurz sich vorstellen.

00:01:15: Marlene.

00:01:15: Genau.

00:01:16: Also ich hoffe auf eure Unterstützung.

00:01:18: Wie kriegst du?

00:01:19: Das ist super.

00:01:20: Also Zug um Zug gibt's schon fast vierzig Jahre.

00:01:25: Hat angefangen im Worringer Bahnhof mit Jugendmaßnahmen.

00:01:30: Die haben dort eben gelernt, was aufzubauen.

00:01:33: Ich glaube mit Fahrrad.

00:01:36: Und daraus hat sich dann ganz schnell der Verein weiterentwickelt.

00:01:41: Der Verein macht neben Kultur, Vermittlung in Arbeit eben auch Beratung.

00:01:48: Und es gibt zwischenzeitlich mehrere Unterunternehmungen, Tochtergesellschaften, die als GmbH geführt werden, die auch verschiedene Aufgaben haben.

00:02:00: Das wird jetzt so weit führen, die alle zu erklären.

00:02:04: Wichtig ist, dass wir ein Sozialunternehmen sind.

00:02:10: Das hat natürlich immer die Problematik, Geld zu bekommen.

00:02:16: Das ist auch ein Grund, warum wir in diesen Change-Prozess eingestiegen sind, um eben einerseits für Mitarbeitende attraktiv zu bleiben, andererseits zukunftsorientiert zu sein.

00:02:31: Wir müssen uns weiterentwickeln.

00:02:33: ... neues entdecken.

00:02:35: Und ich denke, ... ... vierzig Jahre überlebt in der Branche, ... ... heißt schon was?

00:02:40: Auf jeden Fall.

00:02:41: Was ist denn ...

00:02:41: ... vergangenheit ist gut, ... ... und dann gehen wir jetzt in die Zukunft.

00:02:45: Und was ist euer Kerngeschäft, ... ... wo sagt ihr in der Beratung, ... ... das ist das, wo unser Hauptaugenmerk ist?

00:02:52: Aktuell noch, und das war auch seit Jahren schon so ... ... Arbeitsmarktdienstleistung.

00:02:57: Also Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen ... ... in Arbeit zu vermitteln.

00:03:04: Spannend.

00:03:06: Uli, wer bist du?

00:03:07: Ich bin Dozentin und Sozialcoach und arbeite bei Zukunft Zug seit fünf Jahren und mein Job ist sozusagen fachliche Inputs zu geben.

00:03:17: Was brauchen die Kunden?

00:03:19: So heißen hier bei uns Kundinnen und Kunden, um den Job zu finden.

00:03:24: Okay.

00:03:25: Danke.

00:03:26: Amran.

00:03:27: Ja, ich bin seit acht Jahren bei Zug um Zug und bin zurzeit als Fortbildungsmanager tätig und zur anderen Hälfte für die Projektorganisation, für Rückenwind, für das Change-Projekt.

00:03:41: Ja, super.

00:03:42: Da haben wir doch eine kompetente Gruppe, was Change angeht, jetzt hier vor uns.

00:03:48: Was war denn so der Anlass?

00:03:50: Warum habt ihr mit Rückenwind angefangen?

00:03:53: So heißt euer Change-Projekt.

00:03:56: Und wie seid ihr auf den Namen Rückenwind gekommen?

00:03:58: Nein, wir sind nicht auf den Namen Rückenwind gekommen.

00:04:01: Das war eine europäische Sozialfunk-Ausschreibung.

00:04:04: Die heißt Rundenwind, Hochdrei.

00:04:06: Unser Projekt heißt Leading Change, Weiterentwicklung der partizipativen Unternehmenskultur.

00:04:12: Schwieriger Name, immer wieder zubeschressen.

00:04:18: Und der Name sagt ja schon vieles.

00:04:21: Wir wollen eben die.

00:04:22: Führung, Verändern, Ledingsschäden und partizipativ arbeiten.

00:04:29: Okay.

00:04:30: Und gab es einen besonderen Moment?

00:04:34: oder war das, ihr habt die Ausschreibung gesehen und gesagt, Mensch, das ist genau das, was wir brauchen?

00:04:39: Beides.

00:04:40: Einmal haben wir die Ausschreibung gesehen.

00:04:41: Man schaut sich natürlich immer wieder Ausschreibungen an.

00:04:44: Und dann eben den Hintergrund, dass da eben auch schon Veränderungen, Thema war.

00:04:51: und dann hat die Geschäftsführung gesagt, das ist auch ein ganz wichtiges Thema für uns.

00:04:56: Wir wollen uns weiterentwickeln, wir wollen agiles Unternehmen werden, attraktiv für junge Leute, aber auch für die Alten Mitarbeitenden und wir wollen die Ressourcen der Mitarbeiter besser nutzen.

00:05:09: Das war so Grundtendenz und dann haben wir eben den Antrag geschrieben.

00:05:14: Ziemlich umfangreich bei diesen Dingen.

00:05:17: Ja,

00:05:17: Warmutaufgaben.

00:05:20: Und dann haben wir uns sehr gefreut, diesen Zuschlag bekommen.

00:05:25: Das war ja schon mal die erste Leistung, die er hatte.

00:05:28: Das ist ja schon mal ein Riesenmalenstein im Projekt überhaupt gewesen, um das auch dann umsetzen zu können, weil Change eben auch viele Ressourcen einfach auch bindet.

00:05:38: Das ist ganz klar.

00:05:40: Wie haben denn die Mitarbeiter davon erfahren, dass es jetzt ein Change-Prozess gibt?

00:05:44: Wie seid ihr denn da?

00:05:46: Wie war

00:05:46: das?

00:05:47: Es gab eine Interessensbekundung.

00:05:49: Wir konnten also als Mitarbeitende uns entsprechend melden, um mitarbeiten zu wollen oder zu können, je nachdem.

00:05:55: Und dann gab es einen Ausfallprozess.

00:05:57: Und einige sind eingeladen worden und mit denen wurde ein Gespräch geführt.

00:06:02: Und dann hat das Projekt, die in die Projektleitung muss man sagen, entschieden, wer in dem Projekt, an welcher Stelle, mitarbeiten.

00:06:09: können.

00:06:10: Wir haben als erstes eine Info-Veranstaltung für alle gemacht.

00:06:14: Das war uns ganz wichtig, dass wir am Anfang eben alle Mitarbeitenden informieren, damit auch jeder weiß, um was geht's da überhaupt.

00:06:22: Haben dann den Wordcafé gemacht, wo auch die Mitarbeitenden ihre Ideen einbringen konnten.

00:06:28: Das war sehr erfolgreich.

00:06:30: Also ich war überwältigt, wie viel Schlagworte da, wir haben Schlagworte gesammelt.

00:06:38: da genannt wurden, zu verschiedenen Fragen.

00:06:42: Also das heißt, der Bedarf war da.

00:06:44: Der Bedarf war

00:06:45: riesig.

00:06:45: Und der Wille war auch da.

00:06:47: Und wenn ihr jetzt so einen Tipp geben könnt, wie man so eine Infoveranstaltung oder Kick-off-Veranstaltung gestalten soll, was man denn, du sagst, war super erfolgreich, was man denn die Erfolgsbringenden to lose, die ihr gemacht

00:07:03: habt.

00:07:04: Ja.

00:07:04: Also zum einen waren es ja das World Café selbst.

00:07:07: Wir hatten über tausend, einhundert Rückmeldungen, was dann zusammengeklassert wurde, was anschließend natürlich sehr umfangreich war, das dann alles zusammen zu klassen und zu schauen, okay, was denn in die Kernthemen waren, wie zukünftig arbeiten möchten.

00:07:20: Das hat sich dann dadurch herauskristallisiert, aber um auf deine Frage einzugehen, was den Tag so erfolgreich gemacht hat, würde ich behaupten, das ist eigentlich eine Mischung aus zum einen den fachlichen Teil, aber auch Die Übung, die wir hatten, wir hatten zum Beispiel einen Quiz zum Abschluss gemacht, um danach mal abzufragen, spielerisch hinsichtlich Gamification und zu gucken, was bleibt denn noch, was hat man noch alles erfahren über das Projekt und das dann spielerisch einzubinden, um zu gucken, wer weiß denn am meisten und wer weiß am wenigsten?

00:07:54: und das dann noch in Kombination mit vielen Pausen und auch mit musikalischer Untermalung oder anderen Dingen hat das, glaube ich, zu einem sehr... Ja, erfolgreich einen Tag geführt.

00:08:04: Okay, also für die Kickoff-Anstaltung auf jeden Fall wichtig.

00:08:08: Die muss lebendig sein, die muss was machen.

00:08:12: Da braucht es spielerische Elemente, gerne vom Gamification mit reingenommen.

00:08:17: Das ist, glaube ich, wichtig.

00:08:19: Aber ich habe gehört, die Erholung ist auch nicht so unwichtig, die Pause.

00:08:24: Was war denn an den Pausen so wichtig?

00:08:28: Bei der Info-Fanstalt und selber.

00:08:30: Naja, dass wir in ein miteinander ins Gespräch kommen.

00:08:33: Einige haben sich, glaube ich, da erst kennengelernt.

00:08:35: Weil, Marlene, wie viele Mitarbeiter haben wir?

00:08:37: Ich weiß es nicht.

00:08:38: Um die.

00:08:38: Um die.

00:08:39: Hundertvierzig.

00:08:40: Hundertvierzig.

00:08:42: Die sich zum Teil erst da getroffen, kennengelernt haben, miteinander ins Gespräch gekommen sind oder, also nicht im Kaffee getrunken haben zusammen.

00:08:49: Das war einfach das Tolle an den Pausen.

00:08:53: Ja, es war auch toll, dass Mitarbeiter aus der Küche zum Beispiel für kleine Snacks gesorgt haben, Getränke wurden zur Verfügung gestellt.

00:09:03: Das war auch nochmal wichtig.

00:09:04: Das ist auch selber hergestellt worden.

00:09:07: Das war auch nochmal für die anderen gut zu sehen.

00:09:10: Wir haben auch eine Küche, die da Dinge zubereiten kann.

00:09:15: Also die Beteiligung, dass auch alle an der Organisation und am Umsetzen mitbeteiligt sind, ist ja auch ein schönes Zeichen so im Sinne von, jetzt geht es los und ihr seid alle gefragt.

00:09:29: Ja, eben auch unterschiedliche Professionen.

00:09:31: Also die, ich sag jetzt mal, Akademiker, die wir ja auch haben oder die Betriebswirte trafen dann die Leute aus der Nähewerkstatt oder Holzwerkstatt.

00:09:41: Also auch der Austausch ist wichtig.

00:09:43: Also Austausch, gute Organisation, Gamification, Spaß.

00:09:47: Essen ist nicht unwichtig, habe ich gehört.

00:09:49: Pausen sind nicht unwichtig.

00:09:51: Also macht das Bund, bereitet euch vor.

00:09:55: Wie lange braucht man ungefähr um das vernünftig zu organisieren?

00:10:00: Wie viel Vorlaufzeit hattest du?

00:10:03: Also dadurch, dass ich auch nicht vollzeit damit beschäftige, mich mit dem Projekt beschäftige, hat er schon einige Wochen Vorlauf gebraucht, um vor allen Dingen auch vieles durchzuplanen, sei es vom Essen, zur Technik, zum Inhaltlichen.

00:10:18: Wie stellen wir uns das vor?

00:10:19: Also da waren wir schon einige Wochen mit beschäftigt, mindestens ein, zwei Monate, glaube ich.

00:10:26: Ich glaube, das ist auch ganz wichtig, da werden wir vielleicht heute noch mal näher drauf eingehen, dass man ja das immer noch so on top zum normalen operativen Geschäft macht und eben das nicht in Vollzeit macht und dadurch eben auch vielleicht länger braucht, wie wenn man ein operatives Arbeiten macht.

00:10:43: und das sollte man, glaube ich, auch unbedingt mit einplanen.

00:10:48: Wenn wir uns mal anschauen, welche Rollen habt ihr denn gehabt und wie lief denn bisher die Zusammenarbeit im Projekt?

00:10:58: Ja, fange ich mal an.

00:11:00: Also ich habe mit Lisa zusammen die Leitung.

00:11:05: Find ich auch gut, weil ich schon etwas älter bin, gesetztes Rentenalter.

00:11:11: Lisa ist eine junge Mitarbeiterin und ich finde diesen Austausch so doppelspitze ist immer so ein blöder Begriff.

00:11:19: Aber dass man sich die Leitung teilt, finde ich gut.

00:11:24: Ich habe ja an dem Konzept schon mitgeschrieben.

00:11:27: war dann schon sehr tief in diesem Thema drin, teilweise zu tief, weil ich schon genau wusste, was wir ja alles geschrieben haben und was man umsetzen muss, wo die anderen vielleicht noch in der Findungsphase waren und man das dann so ein bisschen abgewirkt hat.

00:11:45: Das war so eine Erkenntnis, man sagte, na ja, wir müssen es für diese Förderung machen.

00:11:52: Wenn man es ohne Förderung macht, sollte man es

00:11:55: anders

00:11:55: gestalten.

00:11:56: Was würdest du da anders

00:11:57: machen?

00:11:58: Ja, ich würde nicht die drei Jahre komplett durchplanen.

00:12:02: Wir haben ja jeden einzelnen Meilenstein nicht nur festgesetzt, wir haben jeden einzelnen Meilenstein schon mit Inhalten befüllt.

00:12:12: Das ist natürlich... Ja, aber auch

00:12:14: befüllen müssen, das hätte man die Förderung nicht bekommen.

00:12:16: Das ist Dematik, das ist wichtig zu sagen.

00:12:18: Ja.

00:12:19: Also dieser Ergebnisoffenheit ist eigentlich für den Change-Prozess schon ganz wichtig, wenn man nicht gerade eine Förderung bekommt und schon im Vorfeld schon ein paar Dinge einfach festnehmen.

00:12:31: Also ihr habt eine Projektleitung gehabt, was habt ihr noch an Verrollen entwickelt?

00:12:35: Also ich bin ja für die Projektorganisation zuständig.

00:12:38: Darüber hinaus gibt es die finanztechnische Abwicklung, also die kümmern sich gerade mit ZOIS selbst, mit dem Abrechnungsbesen und wir haben noch zwei weitere Projektmitarbeitende, die uns bei dem Projekt unterstützen und jeder hat auch seinen, sag ich mal, man merkt, während welchen Bereichen auch gerne unterstützen kann, also zum Beispiel der Norbert unterstützt auch am meisten, auch gerade mit seinen Kontakten und auch für die Organisation und sei es auch für die mitarbeitenden Veranstaltungen selbst, auch dass wir dann ja von Kams dann auch eine Leckereien zum Frühstück hatten, solche Dinge, da ist auch der Norbert auch, da hatte sein Steckenpferd.

00:13:19: Und genau ich.

00:13:22: Für meinen Teil, für die Projektorganisation selbst, kümmere mich gerade um die ganzen, um das Papierwesen.

00:13:27: Sind denn genug Anwesenheitslisten da?

00:13:30: Wie sind die Termine, also sind alle Termine vorhanden?

00:13:35: Fehlt etwas?

00:13:36: Wie ist das mit Unterschriften?

00:13:37: Also deshalb bin ich da auch nahe gerade mit der Projektleitung selbst, mit der finanztechnischen Abwicklung, aber auch mit anderen Projektmitarbeiter ständig im Kontakt und fungere da so.

00:13:49: Bin immer vier.

00:13:51: Also, ich hab immer ein offenes Aufjahre.

00:13:54: Okay.

00:13:54: Also, das ist eher so die Projektleitung, das Projektteam, höre ich gerade raus.

00:13:59: Gibt's denn noch andere Rollen von den Mitarbeitern, die im Projekt enthalten sind?

00:14:04: Ja.

00:14:04: Wir mussten ja ein Management-Methode nennen.

00:14:08: Und wir haben dann Cotter genommen, das wir Change Management nach Cotter.

00:14:13: Und Cotter beinhaltet ja die Führungskollektion.

00:14:16: Genau.

00:14:17: Dadurch mussten wir eine Führungskollektion ... berufen.

00:14:22: Dafür haben sich dann auch, wie Uli eben schon sagte, Leute beworben.

00:14:27: War auch interessant, dass sich doch mehr beworben haben, wie wir brauchten.

00:14:33: Wir brauchten sieben.

00:14:37: Genau, ich bin zum Beispiel eben eine von diesen sieben aus der Führungskoalition und wenn du fragst nach, was kommt da auf jemanden zu, der eben diesen Prozess startet.

00:14:49: Dann sind es so durchaus anfangs Schwierigkeiten oder Themen, nämlich die Rolle zu finden.

00:14:55: Also wir als Führungskoalition mit sieben Personen sind ja auch schon ein Team, dass also Abstimmung braucht, Verständnis und Auseinandersetzung.

00:15:03: Wir sind auch sehr unterschiedlich.

00:15:05: Das sieht auch die Führungskoalition vor und also aus unterschiedlichen Bereichen.

00:15:11: Wir haben da zwei Dozenten drin, wir haben zwei Jobcoaches da drin.

00:15:15: Und das sind Abstimmungsprozesse, die schon Reibungsprozesse sozusagen mit sich bringen.

00:15:20: Und das war auch eine Anfangsschwierigkeit.

00:15:23: Dann zusätzlich die Verständigung und Auseinandersetzung mit dem Projektteam und der Projektleitung.

00:15:29: Also viel, wie soll ich sagen, Abstimmungsprozesse hat es gegeben.

00:15:34: Also ich sehe schon, die Funkskoalition ist so ein bisschen zwischen allen Fronten und muss zwischen allen Fronten vermitteln und sich mit allen abstimmen.

00:15:44: Ja, so haben wir uns schon verstanden.

00:15:46: Am Anfang würde ich jetzt mal behaupten, aber ich würde sagen, wir haben unseren Platz gut gefunden.

00:15:52: Einfach weil wir uns regelmäßig treffen, also regulär einmal im Monat und dann gibt es noch mal interne Kommunikation, die ist eben auch sehr ausführlich.

00:16:01: Also per Mail.

00:16:03: Und das heißt, Abstimmungsprozesse gehen jetzt etwas einfacher von der Hand.

00:16:07: Es gibt auch Erklärungen, die stattgefunden haben, zum Beispiel mit dem Projekt Team.

00:16:12: So, was ist euer Tanzbereich?

00:16:14: Was ist mein Tanzbereich?

00:16:16: Und unser Selbstverständnis ist... Wir fühlen uns eng an den Mitarbeitenden und wir verstehen uns eher als die, die begleiten und unterstützen in dem Prozess, die vielleicht auch zuarbeiten.

00:16:30: Ich bin jetzt gebeten worden, zum Beispiel eine bestimmte Kostennutzenanalyse mitzuarbeiten, weil dann der Arbeitskreis, aber da kommen wir gleich noch zu sprechen, etwas überfordert war oder sich überfordert fühlte.

00:16:43: Okay.

00:16:44: Ihr habt Arbeitskreisegründe für euch und weiß ich ja auch schon durchs Vorgespräch.

00:16:49: Und ja, was machen die Arbeitskreise und genau, wo ist deren Aufgabe?

00:16:57: Wir haben unterschiedliche Arbeitskreise, sieben zu unterschiedlichen Themen, fängt an mit neuen Angeboten konzipieren, aber auch die zweite ist Projekte gestalten.

00:17:11: Wir haben ja auch gesagt, wir wollen zukünftig Projektmatrixorganisation durchführen.

00:17:15: Auch eine Riesenherausforderung, das machen die, dann ein Arbeitskreis der Arbeitszeitmodelle, leistungsgerechte Vergütung, Wissensmanagement, Kommunikation, Feedback und Gesundheitsmanagement und Digitalisierung.

00:17:33: Auch dafür konnten sich Mitarbeitende freiwillig melden, die Interesse an dem Themen hatten.

00:17:40: Die wurden dann auch wieder ausgesucht und durch eine Kickoff-Veranstaltung dann eben informiert, wie das bei ihnen organisatorisch läuft,

00:17:50: was

00:17:51: erwartet wird, hört sich jetzt hochtrabend an, aber natürlich hat man eine Erwartungshaltung.

00:17:57: Und vorher sie Unterstützung bekommen, also einmal von der Führungskollektion und von Projektteam.

00:18:04: Jeder Arbeitskreis hat aus der Führungskollektion und aus dem Projektteam jemand, die direkte Ansprechpartner für diese Arbeitskreise sind.

00:18:13: Und die haben dann ihre Arbeit aufgenommen und Ergebnisse erzielt.

00:18:19: Super.

00:18:20: Und das hört sich ja aber auch alles nach sehr strategischen Themen an.

00:18:25: Gibt es denn, welche Rolle spielt denn da die Geschäftsführung?

00:18:29: Sind die komplett außen vor?

00:18:31: Oder wie sind die im Projekt mit eingebunden?

00:18:33: Weil damit werden ja dann auch strategische Entscheidungen getroffen.

00:18:37: Genau.

00:18:37: Wenn wir das so hören,

00:18:38: neue Geschäftsfelder und so.

00:18:40: Also wenn die Arbeitskreise Ergebnisse, die machen ein Ergebnisprotokoll, das geben sie dann an die Projektleitung.

00:18:48: Wir schauen drüber die Führungskollektion und dann wird es der Geschäftsführung vorgelegt.

00:18:53: Und die entscheiden dann, wird es umgesetzt oder wird es nicht umgesetzt.

00:18:57: Es wird natürlich ein Feedback an die ein Arbeitskreis gegeben, sowohl ja oder nein, aber begründet.

00:19:05: Das war uns ganz wichtig, dass wir genau sagen können, warum sagt die Geschäftsführung das und das Wert umgesetzt und das und das nicht.

00:19:14: Weil ich finde das sehr wichtig für die Wertschätzung an die Arbeitskreise.

00:19:18: Die haben ja viel Arbeit dann reingesteckt.

00:19:21: Und so eine Ablehnung kann ein Jahr umhauen.

00:19:24: Natürlich kann aber auch von der Geschäftsführung nicht jeder Vorschlag umgesetzt werden.

00:19:30: Klar werden wir im Vorfeld versuchen schon mal zu sagen, das ist vielleicht etwas zu groß gedacht oder das ist zu teuer für unsere Verhältnisse.

00:19:41: Überlegt doch nochmal.

00:19:43: Aber natürlich kann es auch sein, dass wir Der Meinung sind, das ist ein guter Vorschlag und die Geschäftsführung dann doch noch sagt, nein, das muss natürlich dann den Arbeitskreisen gut rübergebracht werden.

00:19:57: Find ich auch sehr wichtig.

00:19:59: Okay, ich sehe, ihr seid super gut durchstrukturiert.

00:20:03: Ihr habt einen ganz langen Plan.

00:20:05: Ihr wisst, wann ihr was machen wollt, wer was macht, wer wofür verantwortlich ist.

00:20:10: Also ... Der Chains müsste gut laufen bei euch.

00:20:14: Oder ist es, also was habt ihr denn schon erreicht?

00:20:17: Oder was habt ihr vielleicht noch nicht erreicht?

00:20:20: Also, dass es ein Chains ist, das merkt man auf jeden Fall.

00:20:23: Und Veränderung ist ja immer anstrengend.

00:20:26: Und auch deshalb nicht sehr gewünscht, macht ja auch vielleicht Angst.

00:20:29: Das erleben wir auch.

00:20:31: Von wem ist es denn nicht

00:20:32: gewünscht?

00:20:33: Vielleicht für diejenigen, die das eher Veränderung im Sinne von Kraftanstrengung bedeutet.

00:20:39: Oder ... Komfortzone verlassen zu müssen, weil es gibt auch einige Mitarbeitende, die sind lange dabei.

00:20:47: Und das ist eben die besondere Herausforderung, den Benefit deutlich zu machen, die dieses Projekt dann auch bietet.

00:20:54: Und das gelingt uns manchmal.

00:20:56: Wir hatten ja jetzt einen Fest gehabt vor zwei Tagen.

00:21:00: Das war das vor zwei Tagen.

00:21:02: Also jedenfalls wird es

00:21:03: kurz.

00:21:06: Zwei Tage.

00:21:10: Das war fantastisch, fand ich.

00:21:12: Weil das eine Vielfalt gezeigt hat, die trotz dieser vielen Fragezeichen und Schwierigkeiten, ich muss jetzt was anderes machen und zusätzlich und so weiter, trotzdem tolle Ergebnisse gebracht hat.

00:21:26: Jetzt habt ihr aber auch gesagt, so alles ganz glatt läuft dann doch nicht euch so ein bisschen raus.

00:21:32: Wo strackelt ihr?

00:21:34: Wo würdet ihr sagen, wo?

00:21:35: Also ich habe ja schon so nicht jeder ist sofort begeistert.

00:21:39: Klar, den muss man überzeugen.

00:21:41: Aber So für unsere Hörer.

00:21:43: Mache so Plaulheimer aus dem Nähkästchen.

00:21:46: Was sind so die Sprüche ohne Namen zu nennen natürlich, die dann kommen?

00:21:50: Was sind die Widerstände, die er hört?

00:21:53: Natürlich ist das operative Geschäft ja auch immer vorrangig und das muss laufen.

00:22:02: Der Verein muss Geld verdienen.

00:22:04: Das ist dann auch oft so.

00:22:05: eine Entschuldigung.

00:22:06: Ich habe keine Zeit, ich kann mich da nicht freischaufeln.

00:22:10: Das wird mir einfach zu viel.

00:22:12: Ich kann nicht an dem Projekt mitarbeiten.

00:22:16: Finde ich auch ganz natürlich.

00:22:20: Andererseits denke ich immer, naja, wenn man gar nicht den Wunsch hat, in die Veränderung zu kommen, kann sich auch nichts verändern.

00:22:28: Und der Wunsch, der ist schon doch

00:22:30: ...

00:22:31: sage ich bei fast allen da.

00:22:34: Alle wollen eine Sicherheit haben, alle wollen leistungsabhängige Vergütungen, die wollen benefit haben.

00:22:41: Der Gedanke ist bei allen Mitarbeitenden vorhanden und daraus muss dann diese Mitarbeit, dieses Einbringen ins Projekt sehr kommen.

00:22:54: Also der eine Benefit, der gibt eben auch auf der anderen Seite genau das, wo es dann eben nicht mehr so rund läuft.

00:23:04: Es bedeutet erstmal Anstrengungen, Veränderungen, was anders machen und dann neben dem operativen Geschäft, weil ihr müsst ja auch Geld verdienen, dann wird es schwierig.

00:23:16: Wie begegnet ihr diesen?

00:23:18: diesen Widerstand.

00:23:19: Also ich hätte mal ein Beispiel zu nennen, es war ein Arbeitskreis, der sehr klein besetzt war, also nur zwei oder drei Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen von uns, die in den letzten Wochen kaum Gelegenheit hatten, sich zu treffen wegen Urlaubszeiten, Krankheits und so weiter und konnten letztendlich ihre Ergebnisse nicht wirklich so aufarbeiten wie die anderen Arbeitskreise vielleicht.

00:23:43: Ich bin dann hingefahren zu ihnen und habe ihn dann versucht, Mut zu machen, um ihnen zu sagen, ihr müsst nicht ein Hochglanzergebnis liefern in also hundertprozentiger Perfektion, sondern es reicht, wenn ihr euer Ergebnis so darstellt, dass es verständlich ist und auch einfach, also nicht als jetzt Hochglanzfolie, sondern vielleicht einfach auch in schriftlicher Form aufgeschrieben, einfach.

00:24:12: Und da habe ich gemerkt, dass es so eine Angst gibt vor Eine Erwartung, die zu hoch ist, die aber unausgesprochen ist.

00:24:22: Und als du gesagt hast, das muss nicht perfekt sein, dann haben sie gesagt, okay, dann wollen wir es einfacher.

00:24:27: Genau,

00:24:27: und sie haben sich darauf eingelassen.

00:24:29: Am nächsten Tag und sagten, das war richtig gut, das war uns gar nicht klar.

00:24:33: Und das ist es, glaube ich, Mut zur Veränderung heißt immer auch den ersten Schritt machen.

00:24:38: Und das, glaube ich, da braucht es einigen ... wie soll ich jetzt sagen, die diese Menschen auch ermutigt hier im Unternehmen.

00:24:47: Ja, aber das ist ja schon der erste Kulturwandel, wenn so ein Perfektionismus da ist und jeder einen guten Anspruch hat, einfach auch mal zu lernen.

00:24:55: Wir fangen einfach an, auch wenn es nicht perfekt ist und wir liefern was, was nicht vollendet ist, aber es bringt uns ein Stück weiter.

00:25:03: Könnt ihr das dann auch so in den Alltag mit rüberholen schon oder ist das noch zu früh?

00:25:10: Wollt ihr was sagen?

00:25:11: Also, ich finde, das ist noch ein bisschen früh.

00:25:13: Entschuldigung, jetzt habe ich gefragt und gleich geantwortet.

00:25:18: Das ist noch ein bisschen früh, weil solche Erfahrungen müssen häufiger gemacht werden, glaube ich.

00:25:25: Was wird da der nächste Schritt?

00:25:31: Naja, eben mit ihnen Ergebnisse zu erzielen und dann diese Ergebnisse wirklich runterzubrechen, kleinschrittig zu überlegen, wie Uli eben sagte.

00:25:43: denen auch schon bei der Kosten-Nutzen-Analyse helfen.

00:25:47: Ich habe die Erfahrung gemacht, ganz viele unserer Mitarbeiter sind super Sozialcoach, Sozialpädagogen, die sind nicht unbedingt Betriebswirte, die Kosten-Nutzen-Analysen alleine durchführen können.

00:26:01: Da dann eben sagen, reicht uns euren Vorschlag ein und wir unterstützen euch oder die Führungskollektion.

00:26:09: jemand der in der Lage ist, das genau auszurechnen, der macht das dann.

00:26:15: Ihr habt ja schon angedeutet, Change hat ganz viel mit Kommunikation zu tun und ihr habt ja zumindest schon mal gute Kommunikationsprozesse durch eure Arbeitskreise, durch die Unterstützung vom Projektteam, da gibt es auch Arbeiten, die abgenommen werden, aber auch die Führungskoalition, die unterstützt.

00:26:34: Was würdet ihr denn unseren Hörern empfehlen?

00:26:36: Wie sollte denn im Change-Prozess aus euren Erfahrungen her unbedingt, wo sollten die drauf achten in der Kommunikation?

00:26:48: Ja, dass sie klar und offen ist.

00:26:51: Ist das nicht manchmal schwierig?

00:26:53: Man ist doch selber manchmal noch nicht klar.

00:26:55: Aber dass die Unklarheit auch transparent machen.

00:26:58: Also es geht um Transparenz, also nicht um eine Klarheit herzustellen, ich weiß wie es geht, sondern zu sagen, ich weiß es gerade leider auch nicht.

00:27:04: Zum Beispiel.

00:27:05: Ja,

00:27:06: Offenheit eben, ja.

00:27:07: dazu zu stehen, ich weiß es oder ich weiß es nicht.

00:27:12: Ich finde zum Change gehört ja auch eine gute Fehlerkultur.

00:27:15: Und wenn ich etwas nicht weiß oder vielerhaft gemacht habe, dass ich dazu stehe und sage, ja, ich bin in die Irre gelaufen, halt, stopp, wir müssen nochmal zurück rudern.

00:27:26: Das

00:27:27: ist ja auch ein bisschen Vorleben, wie ihr es haben wollt.

00:27:31: Genau.

00:27:32: Und wie sind dann die Reaktionen von den Kollegen,

00:27:37: sehr unterschiedlich.

00:27:38: Wir bringen jeden Monat Newsletter

00:27:43: aus

00:27:44: und in einem Newsletter haben wir mal falsche Zahlen oder Zahlen falsch interpretiert.

00:27:52: Und ich habe dann gesagt, wir haben ein Fehler gemacht.

00:27:57: Das ist sehr unterschiedlich

00:27:59: angekommen.

00:27:59: Einige sagen, das kannst du doch nicht machen.

00:28:01: Du kannst nicht sagen, wir haben einen Fehler gemacht.

00:28:04: Das Projekt wird eh nicht überall so positiv gesehen, fallen wir dann nicht ganz durch.

00:28:11: Aber ich finde, zu Fehlern steht man.

00:28:14: Und das ist auch ein Prozess.

00:28:17: Hast du Recht gehabt oder haben wir anderen Recht gehabt?

00:28:20: Beides.

00:28:21: Beides.

00:28:21: Beides.

00:28:22: Das kommt eben auch darauf an, wie man zu dem Projekt steht.

00:28:26: Wenn einer eh sehr kritisch, der sucht ja die Rosinen, der daraus picken kann.

00:28:31: Und für den ist so ein Fehler natürlich toll.

00:28:35: Ja, ich glaube auch, wie du sagst, nicht jeder ist von so einem Change-Prozess begeistert und meine Erfahrung ist, nicht jeden kann man auch mitnehmen.

00:28:45: und zeichnet sich das schon ab.

00:28:47: Und wie wollt ihr mit denen umgehen?

00:28:49: Also, was machen wir mit denen?

00:28:52: Das ist ja immer die Frage.

00:28:54: Also, ich sehe das Problem drin.

00:28:56: Wenn man Leute zurücklässt, schadet das dem Prozess extrem.

00:29:02: Und jemand, der dagegen arbeitet und wenn er nur über Fluchfunk dagegen arbeitet, hindert den Erfolg.

00:29:11: Und die mitzunehmen, das sehe ich als die größte Herausforderung.

00:29:15: Nicht die Leute, die sich melden, die mitarbeiten wollen.

00:29:18: Super, brauchen auch Unterstützung.

00:29:21: Aber die, die im Hintergrund dagegen arbeiten, die finde ich, die muss man abholen.

00:29:29: Das

00:29:29: sehe ich auch als die große Schwierigkeit

00:29:31: an.

00:29:32: Das ist, glaube ich, nur möglich, in dem du aufzeigst, was der Gewinn ist.

00:29:36: Was ist der Gewinn, wenn du hier mitmachst?

00:29:37: Ich habe einen Kollegen mal gefragt, hast du nicht Angst, dass du dann allein in deinem Zimmer sitzen bleibst?

00:29:42: Wir machen hier das Projekt weiter und verändern was und dann bleibst du allein in deinem Zimmer.

00:29:49: Das ist doch auch nicht schön.

00:29:51: Und da gab es dann keine Antwort darauf.

00:29:53: Also, das ist, glaube ich, die einzige Möglichkeit, deutlich zu machen, was der Gewinn ist.

00:30:02: Fürs Gelingen ist wichtig.

00:30:03: Eine gute Struktur habe ich jetzt rausgehört.

00:30:06: Erst mal, dass das Projekt auch gut geplant ist, dass es finanzielle Ressourcen gibt, damit das Projekt überhaupt stattfinden kann.

00:30:13: Omran hat ja auch erzählt, ich brauche auch ein bisschen Zeit, neben meinem operativen Geschäft herzumachen.

00:30:19: Ich mache das nicht in Vollzeit.

00:30:21: Also muss man das auch frühzeitig planen können.

00:30:24: Was steht wann an für die Organisation, die nix?

00:30:27: Man muss dazu sagen, wir arbeiten alle nicht in Vollzeit in diesen Projekten.

00:30:30: Das betrifft nicht nur mich, sondern alle aus dem Projektteam haben den gleichen Zeitumfang.

00:30:36: Aber genau.

00:30:37: Genau.

00:30:37: Und deswegen ist es für alle wichtig, auch gut zu planen.

00:30:40: Wir brauchen eine klare, offene Kommunikation, eine gute Fehlerkultur und dann eben auch versuchen, wirklich auch noch den Letzten mitzunehmen, auch wenn das dann immer anstrengender wird.

00:30:53: Aber eben, Uli hat es so schön gesagt, über einen so Nutzengewinnen einfach nochmal zu kommunizieren, um dem anderen so zu sagen, guck, da kann was passieren, das ist glaube ich schon auch wichtig.

00:31:07: So im Nachgang, welche Stolpe fallen würde, die unseren Hörn sagen, die müsst ihr nicht gehen, macht das gleich von Anfang an besser.

00:31:16: Also wenn ich aus der Organisationsperspektive sprechen darf, sind das natürlich gerade die bürokratischen Dinge und auch die Dokumente, die alle gefordert werden, auch von ZOI selbst.

00:31:29: Das ist sehr, sehr umfangreich und man sollte da von Anfang an direkt den Überblick haben, worauf muss man achten, das darf man nicht vergessen.

00:31:38: Und darüber hinaus habe ich festgestellt, arbeiten wir mit einer Projektmanagement Software.

00:31:45: Und es ist tatsächlich auch so vorgesehen.

00:31:47: Auf der anderen Seite habe ich festgestellt, dass ich denke, Zukunftszug das Durchnetzeilte von siebenundvierzig hat.

00:31:54: Und dadurch muss man halt auch gerade auch diejenigen abholen, die nicht gut mit der Technik sind oder mich mit Software auskennen.

00:32:04: Das hat natürlich anfangs dazu geführt, dass einige sich auch nicht wirklich registrieren konnten.

00:32:08: Also es gab vielleicht entweder Fehler in der Technik selbst oder vielleicht vom Know-how.

00:32:13: Das konnte ich letzten Endes nie zurückverfolgen, woran es dann auch lag.

00:32:18: Aber ich persönlich würde mir denken, dass ich gerade beim nächsten Mal darauf achte, dass wir jeden klar verständlich zu übermitteln.

00:32:28: Ich da nicht von mir auf andere schließen kann, gerade wenn man mit Technik groß geworden ist, dass das eigentlich relativ einfach ist, aber dass man sich dafür auch die Zeit nimmt und auch jedem so klar zu vermitteln kann.

00:32:41: Also eine gute Software.

00:32:42: und also du willst aber nicht auf die Projekt-Software verzichten wollen.

00:32:45: Nee,

00:32:46: tatsächlich.

00:32:47: Also das habe ich so rausgehört auch.

00:32:49: Also eine gute Projekt-Software und aber dann auch gucken, dass alle mit der Software umgehen können und da Zeit einen Plan.

00:32:57: Uli, hast du einen Tipp für unsere Kunden?

00:32:59: Ja,

00:33:00: ich habe ja lange in der sozialen Wirtschaft schon gearbeitet, also dass sich in der Praxis die Dinge schneller verändern können, also jetzt rein von den Rahmenbedingungen her.

00:33:10: Wir waren glaube ich vor einem Jahr, waren wir mehr mitarbeitender als wir jetzt ein Jahr später dann sind.

00:33:16: Das muss man mitdenken zumindest bei Beantragung.

00:33:20: Also auch mal ein Plan, dass es weniger werden,

00:33:23: zum Beispiel.

00:33:23: Oder auch

00:33:24: mehr.

00:33:24: Genau.

00:33:26: Also wir sind eigentlich jetzt wieder auf den Stand, den wir auch bei der Beantragung hatten.

00:33:32: Zwischendurch waren wir mal weniger, aber jetzt mittlerweile ist wieder aufgebaut worden.

00:33:38: Ja, was mir wichtig ist, ich glaube, das ist vorkommen egal welches Projekt, ob das jetzt ESF gefordert oder andere Fördermittel oder komplett ohne Fördermittel, ist das Rollenverständnis.

00:33:50: Und gerade wenn man nach Kotter arbeitet, ist das ganz wichtig, dass man festlegt, welche Rollen hat jeder oder jede Stelle in dem Projekt.

00:34:02: Weil sonst gibt es Reibereien, Energieverlust, der nicht notwendig ist.

00:34:08: Also diese Rollenklärung, denke ich, die muss zu Beginn sehr, sehr genau gemacht werden.

00:34:14: Du sprichst mir auf der Seele, ich sage das auch immer wieder in meinen Seminaren und Workshops.

00:34:19: Klärt erst die Rolle bevor ihr anfängt, sonst gibt es da viel Konflikte, viel Streit, viel Durcheinander und man strackelt.

00:34:27: Und das ist, selbst wenn man es noch so klar sagt, dann haben die anderen trotzdem noch ein anderes Bild, weil sie andere Erfahrungen hatten und so weiter.

00:34:36: Und es gibt da noch genügend Probleme mit den Rollen, aber Rollenklarheit von Anfang an ist wichtig.

00:34:43: Ja.

00:34:43: Da denkt man immer, Rolle, Rolle, was soll das jetzt?

00:34:47: Aber über eine Stelle, man kann ja auch sagen, wie eine Stellenbeschreibung.

00:34:52: Was beinhaltet meine Arbeit?

00:34:54: Was erwartet man von mir?

00:34:58: Welche Verantwortung

00:34:58: habe ich auch?

00:34:58: Welche Verantwortung habe ich?

00:35:00: Genau.

00:35:00: Ganz wichtig.

00:35:02: Und wenn das geklärt ist, dann hat man viel, viel, viel erger sich geschmort.

00:35:06: Ja.

00:35:07: Verstehe ich total, was bringen die Zukunft?

00:35:10: Was meint ihr?

00:35:11: Was wird euer Projekt, euer Kulturwandel, was wird sich zum Positiven verändern?

00:35:18: Was sind eure Hoffnungen?

00:35:21: Das...

00:35:22: Entschuldigung.

00:35:24: Können auch Ladies first machen.

00:35:27: Ja, also was ich generell, ich hoffe einfach, dass man das Denken dieser alten Strukturen einfach

00:35:32: ablegt

00:35:32: und nach dem Motto, ja, es haben wir doch immer so gemacht und warum sollten wir was ändern?

00:35:38: Es ist halt auch wichtig, gerade der Wandel, ich glaube im sozialen Bereich auch finanziell, im Land, dass man auch darauf achtet, dass man sich vielleicht auch ein zweites Standbein aufbaut.

00:35:48: Und ja, ich erhofft mir einfach, dass wir dahingehend einfach möglichst viele aus der Belegschaft mitnehmen können, diesen Changeprozess mitzugesteiten.

00:36:00: Ich persönlich hatte dadurch auch anfang immer so das Bestreben, alle mitzunehmen.

00:36:06: Und dann habe ich gemerkt, das macht mich selbst mental auch ein bisschen.

00:36:13: Ja.

00:36:14: Das macht mich ein bisschen in Anführungsstichen krank, wenn man versucht, jeden und mitzunehmend.

00:36:19: Und das ist in der Praxis halt relativ schwierig.

00:36:21: Der Gedanke dann daran, einfach dadurch, dass wir unser Bestes geben, diesen Prozess mit allen zu gestalten, hat mich dann ein bisschen beruhigt zu sagen, hey, es ist auch okay, wenn mal eine Person keine Lust auf diesen Prozess hat.

00:36:35: Und dahingehend tut das meiner mentalen Gesundheit ganz gut, da abzugrenzen und zu sagen, ich kann nur das tun, was in meinem Rahmen meiner Möglichkeiten machbar ist.

00:36:44: Und ich hoffe mir einfach, dass das Zug um Zug auch vielleicht die nächsten vierzig Jahre genauso gut im sozialen Bereich tätig ist und vielleicht sogar noch größer aufgestellt ist.

00:36:54: Das erhoffe ich mir natürlich ganz langfristig.

00:36:58: Uli, die Ergebnisse, die wir haben, dass die auch wirklich nach der Erprobungsphase, also ab kommenden Jahr, Anfang des kommenden Jahres wirklich auch umgesetzt werden, auch im Sinne von, es ist erfahrbar, das Ergebnisse zu erarbeiten, sich lohnt und das wird auch gehört oder umgesetzt.

00:37:19: Und ich hoffe mir auch zukünftig, das klingt so ein bisschen, oder das hängt sich so ein bisschen anders an, was der Omrand gerade sagte, dass Führung auch ein Thema ist.

00:37:29: Also Führung in der Sozialwirtschaft ist eben weder irgendwie Basis demokratischer Konsens- oder Konsensfindung, noch strenger Hierarchie als Familienunternehmer oder als eine strengere Strafverleitung.

00:37:46: Sondern was soll Führung für dich sein?

00:37:48: Führungs, ich würde sagen, auf jeden Fall, ich weiß nicht, ob es das gibt, demokratischen Führungsstil, also so, wo Prozesse auch Marlene macht.

00:37:59: Wo Prozesse eben... Eigentlich das, was jetzt in unserem Projekt stattfindet.

00:38:03: Wo Rollen klar sind, wo Strukturen klar sind und transparente Kommunikation stattfindet.

00:38:11: Ja, ich habe gelacht.

00:38:14: Ich finde, es gibt ja so viele Begriffe dafür.

00:38:17: Partizipation, Kooperative, Demokratie.

00:38:20: Das ist im Grunde ja alles identisch.

00:38:22: Manche sagen jetzt heute auch agiler Führungsstil.

00:38:27: Ja, alles super, finde ich alles toll.

00:38:30: Er muss aber in den Köpfen überall ankommen, sowohl bei den Führungskräften, wie auch bei den Mitarbeitenden.

00:38:40: Und das finde ich einen tollen Erfolg, wenn wir das hinbekommen, dass eben beide eine Führungskraft oder wir nennen es ja Leitungskräfte und alle Mitarbeitenden wissen, sie haben gemeinsam eine Verantwortung, ziehen alle an einem Strang und sie machen es miteinander.

00:39:00: Wenn das das Ende des Projektes wäre, fände ich das super.

00:39:04: Wenn man sagt so, wir arbeiten jetzt alle auf Augenhöhe zusammen.

00:39:08: Jeder bringt seine Möglichkeiten ein und dann wird das Beste daraus gemacht.

00:39:14: Das wäre ein Top-Ergebnis.

00:39:16: Ich sehe im Raum viel Kopfniggen.

00:39:19: Schön wär's.

00:39:20: Schön wär's.

00:39:22: Ich glaube aber auch, das ist ja das.

00:39:24: Change gibt Hoffnung und ... Das ist, wenn alle verstanden haben, wir können daran mitwirken.

00:39:32: Und das ist das, was Uli auch gesagt hat.

00:39:34: Die Ergebnisse müssen sich dann auch im Alltag lebbar machen.

00:39:39: Dann kann Change gelingen, wenn alle die Hoffnung haben.

00:39:42: Und ich merke, ihr habt die alle.

00:39:44: Sehr, sehr schön.

00:39:46: Ja, gibt es noch so einen Moment, so als Abschlussfrage, wo ihr sagt, das war so für mich persönlich ein sehr berührender Moment im Projekt.

00:39:57: Fällt euch da eine ein?

00:40:00: Also es ist jetzt nicht, dadurch dass es sehr akut, es ist sehr aktuell das Thema Sommerfest, was wir letzte Woche hatten, aber auch gemeinsam mit dem Hintergrund Erfolge feiern, die wir bisher jetzt auch hatten.

00:40:12: Das war jetzt nicht komplett ein Feiertag, sondern wir wollten erstmal schauen.

00:40:19: Was gibt es denn bisher?

00:40:20: Woran wurde gearbeitet?

00:40:21: Oder was sind die Ziele und Vorhaben?

00:40:23: Zusammen mit dem verknüpften Sommerfest im Anschluss haben auch viele gemerkt, dass es auch ein bisschen anders als es früher gefeiert wurde.

00:40:32: Allein, wie wir uns das vorgestellt haben, was wir alle zur Verfügung stellen, sei es jetzt mit Musik, Spielen, Photobox.

00:40:41: Das war, ich glaube, das kam ganz gut an.

00:40:44: Auch einige haben, also wir haben auch das Feedback bekommen, auch von einigen, dass sie das wirklich sehr, sehr schön fanden.

00:40:49: Aber auch darüber hinaus hat man gemerkt, es ist ein bisschen anders als es früher war.

00:40:54: Und das fällt mir jetzt mal persönlich ein, weil es natürlich sehr aktuell ist seit letzter Woche.

00:41:02: Also ich finde, was berührt ist oftmals das, was direkt ins Herz geht oder was spürbar ist körperlich.

00:41:09: Ich finde, das Theaterstück toll beim Kickoff.

00:41:12: oder was?

00:41:15: Weil wir haben ja auch ein Theaterpädagogisches Projekt Haus der Geschichten und die haben sozusagen so ein Change Prozess auf die Bühne gebracht.

00:41:24: Das hat mich wahnsinnig beeindruckt, weil ich glaube das sind Erfahrungen, die uns noch fehlen, also auf der Ebene, um jetzt die Mitarbeitenden zu erreichen, wo es auch ins Herz geht.

00:41:35: Also nicht nur irgendwas gelesen wird oder so oder verstanden diskutiert wird, sondern also nicht nur kognitiv, sondern auch wirklich gefühlt.

00:41:44: Hört sich wirklich sehr, sehr schön an.

00:41:47: Ja, das stimmt.

00:41:48: Dieses Theaterstück war super gemacht.

00:41:51: Ich war auch beeindruckt von der Anzahl der Menschen, Mitarbeitenden, die gesagt haben, ich will gerne mitarbeiten, sowohl in der Führungskollektion, wie auch in den Arbeitskreisen.

00:42:04: Das hat mich teilweise schon sehr überrascht, dass ich dachte, das finde ich aber jetzt toll, dass der oder die sich da melden, um mitzuarbeiten.

00:42:16: Ja, Change bringt viele, viele Überraschungen mit sich und eben nicht nur negative, sondern auch die schönen.

00:42:23: Ja, ich fasse nochmal zusammen.

00:42:25: Was braucht es für ein Change?

00:42:27: Ich glaube, wir brauchen tatsächlich Menschen, die mitmachen wollen.

00:42:31: Wir brauchen ein gutes Zukunftsbild und die Hoffnung, dass die Zukunft besser wird.

00:42:37: Und wir brauchen eben auch so Menschen, Für mich eine schöne Geschichte, Oli, wo auch mal eine Ermutigung kommt, probier's doch einfach mal aus.

00:42:47: Und dann ist es eben nicht perfekt.

00:42:50: und dass man eben auch in diesem Projekt eine Kultur anfängt zu leben und dass man sie dann eben auch im Sommer fest, wenn man sich und seine Ergebnisse feiert, eben auch schon spürt, da hat sich was verändert.

00:43:06: Ich glaube, dann kann Change auch richtig Spaß machen, auch wenn es ganz, ganz viele Momente gibt, wo wir Probleme haben, Strackeln und Streiten und Konflikte haben.

00:43:18: Aber die braucht es ja auch, um eine Klarheit zu gewinnen, ist meine Meinung.

00:43:24: Ich danke euch allen drei ganz herzlich.

00:43:27: dass ihr so viele Beispiele und aus eurem Alltag, in eurem Change-Projekt und eurem Kulturwandel erzählt habt.

00:43:36: Und ich glaube, unsere Hörer werden ganz, ganz viel davon profitieren.

00:43:41: Und ja, danke und weiterhin ganz, ganz viel Erfolg für

00:43:45: euren... Vielen Dank.

00:43:46: Change.

00:43:47: Genau.

00:43:47: Danke sehr.

00:43:48: Vielen

00:43:48: Dank

00:43:48: von uns.

00:43:50: Vielen Dank und euch viel Erfolg.

00:43:52: Danke schön.

00:43:52: Danke.

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