Respektvolle Führung

Shownotes

Moderation: Claudia Weiler: www.fuehrungs-spitze.com Kaspar Küppers: www.eigenrat.de Judit Wolf: https://www.judith-wolf.de/

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René Borbonus: Respekt econ Verlag

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00:00:04: Hallo und herzlich willkommen zu unserem Podcast treigeführt, der Führungspodcast und das sind

00:00:11: Judith Wolff,

00:00:12: Kasper Küppers,

00:00:13: Claudia Weiler.

00:00:15: Wir haben heute wieder ein Thema, das euch bestimmt interessieren wird.

00:00:20: Es geht um respektvolle Führung.

00:00:23: Ich bin nicht drauf gekommen.

00:00:25: Ich habe von Ratha Franklin den Film gesehen und dachte, die ist echt oft nicht respektvoll behandelt worden.

00:00:34: Und sie hat ja dann auch ein schönes Liederhaus entwickelt, nämlich Respekt.

00:00:39: Und da fordert sie eben ein.

00:00:40: Sie tut alles, sie macht alles, aber sie möchte dafür nur eins, Respekt.

00:00:46: Und da dachte ich, ja, das geht wahrscheinlich auch.

00:00:49: In vielen Unternehmen ist es genau das Gleiche, was ich beobachte.

00:00:53: Wenn der Respekt fehlt, entweder gehen Mitarbeiter in die innere Kündigung oder sie verlassen das Unternehmen.

00:01:00: Und ich glaube, wir müssen darüber mal sprechen.

00:01:04: Ja, vielleicht fangen wir doch einfach mal an.

00:01:06: Was heißt denn, eine Respektperson zu sein?

00:01:10: Habt ihr da irgendjemand im Kopf, den ihr als Respektperson erlebt habt und was hat die Person ausgemacht?

00:01:19: Also ich frag mich, wenn ich höre Respektsperson ist das jemand den ich respektiere oder jemand der die anderen respektvoll behandelt wobei ja auch ich häufig jemanden respektiere der eben auch schon mit so einem respekt vorschuss kommt.

00:01:34: also wenn ich das spüre.

00:01:35: Wir würden die Augen geschaut, es wird wirklich zugehört von dem, was ich sage.

00:01:39: Auch so Kleidigkeiten werden wahrgenommen, wie beispielsweise die Tür fällt mir, ist mir immer passiert, da fiel so eine Tür mir irgendwie so von hinten in den Rücken und die Person, die ich jetzt meine, hat es gleich so aufgehalten, also die hat es so gehört, um sich herum, was passiert, ist zu allen gleichfreundlich gewesen, hat zu allen auf alle gleich zugewandt zugegangen, hat das eigene Ego... ein bisschen zurückgestellt, ohne unterwürfig zu sein.

00:02:04: Also was macht eben, dass ich die Leute respektiere und mich selber auch respektiert fühle?

00:02:12: Weil du jetzt konkret gefragt hattest, ob ich an einer Person denke oder mehrere.

00:02:16: Ja, die ersten Menschen, von denen ich Respekt hatte, waren und sind meine Eltern.

00:02:24: Nicht nur weil sie meine Eltern sind, sondern weil ich zu ihnen aufgeschaut habe.

00:02:31: Und hab gemerkt, der im Teenager Alter habe ich dann angefangen, bestimmte Sachen zu hinterfragen, ob ich jetzt auch wirklich jeden Aspekt oder jede Facette respektiere.

00:02:42: und dann an sich meine Ansichten, haben sich meine Ansichten manchmal geändert oder tun sie heute noch in bestimmten Momenten, aber den Grundrespekt den habe ich natürlich oder den habe ich vor jedem Menschen, wenn er mir persönlich nichts getan hat.

00:03:00: Ja, ihr habt da schon total viele Dinge reingebracht, was Respekt angeht.

00:03:04: Und danke dafür.

00:03:06: Also, ich glaube auch, Respekt ist was Wechselseitiges, Kasper.

00:03:12: Das ist nicht nur etwas, was ich anderen gebe, sondern auch, was ich letztendlich empfangen kann.

00:03:19: Und ich kann dafür viele Dinge tun, indem ich mich verhalte entsprechend, achtsam bin.

00:03:26: Aber eben auch, genau, wie bei den Eltern, die sind halt die Eltern, die respektiert man.

00:03:32: Die sind das einfach aufgrund ihrer Funktion erst mal und irgendwann kann man das auch hinterfragen.

00:03:40: Und deswegen ist Respekt das Wort.

00:03:42: An sich kommt ja schon von Rückschau etwas berücksichtigen.

00:03:47: Und das wäre so auch das, was du erlebt hast, wo der Mensch dir den Rücken frei gemacht hat.

00:03:53: Er hat gesehen, wo du deine Probleme hast und hat dich eben entsprechend auch aus deiner misslichen Lage herausgebracht.

00:04:01: Und das macht eben auch, glaube ich, Respekt aus, den anderen zu sehen, den anderen wahrzunehmen, bei ihm Präsenz zu sein.

00:04:09: und mit ihm auf Augenhöhe zu sein.

00:04:11: Das ist also eher der Horizontal-Respekt, aber es gibt eben auch den vertikalen Respekt.

00:04:16: Das ist eben Kraft der Funktion, was mein Vorgesetzter ist, weil wir Respekt vor einer, in England hat man sehr viel Respekt vor dem König, also der Funktion der Institution, vor der man eben auch Respekt haben kann.

00:04:33: Aber das geht eben nur, wenn ich mich auch entsprechend der Rolle verhalte und auch respektvoll gegenüber anderen bin.

00:04:40: Deswegen ist meine These immer, Respekt ist nichts, was man irgendwie einfach nur macht, indem man sich eben entsprechend verhält, sondern es hat auch ganz viel mit einer inneren Haltung zu tun.

00:04:55: Und das funktioniert nicht durch eine einmalige Geste, sondern du hast das ja auch gesagt bei deiner Begegnung, der hat sich insgesamt umgeschaut.

00:05:06: Also das ist etwas, es ist eher eine Frage eines inneren Zustandes, ob ich respektvoll Menschen gegenübertrete.

00:05:13: Judith hat das ja auch gesagt, ich sehe jeden Menschen als respektwürdig an und gebe ihm den Respekt.

00:05:22: Also es ist eigentlich etwas, was ... im besten Fall immer da ist.

00:05:25: und trotzdem verhalten wir uns nicht immer exakt respektvoll, auch wenn wir eine respektvolle innere Haltung haben.

00:05:33: Also ich glaube, manchmal passiert es auch, dass wir uns respektlos verhalten, obwohl wir es gar nicht wollen.

00:05:40: Ja, ich glaube, Dinge nicht selbstverständlich nehmen.

00:05:44: Das hat auch was mit Respekt zu tun.

00:05:46: Ich hab ja gerade genannt, du machst immer so wunderbares Catering und ich komm hier rein und das stehen wie immer Nüsse und Bären und Melonen und Äpfel auf dem Tisch und auch Kaffee.

00:05:58: Und ich nehm's als selbstverständlich und hab gar nicht mehr extra Danke gesagt und hab gesagt, hey, wie geht's euch und erst mal ne Nuss.

00:06:03: Und dann ist mir hinterher auch aufgefallen, ja, ja, ja.

00:06:05: Wenn's das erste Mal gewesen wäre, hätte ich sofort gesagt, wow, super Catering, beim dritten Mal nehm ich's als normal.

00:06:11: Und das ist auch eine Form von Respektverlust eigentlich, es nicht nochmal zu würdigen.

00:06:15: Und ich denke, das ist eben auch das, was häufig in Teams passiert, dass man sich so daran gewöhnt, dass irgendwas funktioniert oder irgendjemand irgendetwas immer macht und immer das Weihnachtsfest plant und die Events.

00:06:24: Und dann wird das gar nicht mehr respektiert und gar nicht mehr gewürdigt.

00:06:27: Und dann geht der Respekt auch schnell weg.

00:06:29: Ja, wobei ich auch da der Meinung bin, das darf man auch nicht immer nur persönlich nehmen, weil manchmal wird es eben auch Routine und gehört dann eben auch ein Stück weit mit dazu.

00:06:39: Und für mich ist das auch ein Zeichen.

00:06:41: Das ist ja auch immer, wie man guckt.

00:06:43: Aha, wir vertrauen uns jetzt, wir wissen, so läuft es.

00:06:46: Und das ist auch ein Teil von unserer Kultur, die wir gerade haben.

00:06:51: Und deswegen finde ich das dann auch nicht so schlimm.

00:06:55: dann braucht's eben wahrscheinlich eine andere Aufmerksamkeit des Respektes.

00:07:00: Weil, wenn du es wie eine Floskel irgendwann nur noch sagst, und nicht mehr meinst, das ist auch nicht mehr respektvoll, weil dann ziehst du's nicht, sondern dann tust du's, weil du dich respektvoll verhalten willst.

00:07:11: Und es irgendwie zu Pflicht wird.

00:07:13: Und Respekt hat für mich nichts mit Pflicht zu tun, so muss man das machen.

00:07:19: Sondern es muss eine Haltung sein, wie gesagt.

00:07:24: Ja, aber warum ist das denn jetzt in der Führung mit diesem Respekt so total wichtig?

00:07:35: Also ich höre öfter an Trainings, dass Führungskräfte sagen, ja gut, den Respekt muss man sich ja auch verdienen.

00:07:44: Das sehe ich anders, haben wir auch gerade schon drüber gesprochen, dass der Grund respektiven Menschen gegenüber gegeben sein sollte.

00:07:54: Und ich glaube, wenn schon was muss ja nicht ausgesprochen sein, was nonverbales, respektloses Mitschwingt, dann wird das auch direkt vom Gegenüber gespiegelt.

00:08:02: Und eine Führungskraft ist ja nicht nur Respektspersonen, sondern hat auch eine Vorbildfunktion.

00:08:08: Und da finde ich es umso wichtiger, dass die Führungskraft das vorlebt.

00:08:13: Und das würde konkret heißen Grenzen respektieren von den Leuten, anerkennen, wenn sie eine Leistung.

00:08:19: Also das finde ich auch immer wichtig,

00:08:20: dass man

00:08:22: die Grenzen akzeptieren,

00:08:23: auch nachfragen.

00:08:24: Ich finde auch, Neugier ist eine Form von Respekt, eine Wertschätzung, dass man auch nachfragt, auch wenn man denkt, also das sehe ich jetzt anders, aber erst mal wirklich verstehen wollen den anderen, das finde ich einen sehr wichtigen Punkt.

00:08:39: Ja und wenn ich den anderen verstehe, dann kann ich auch Erwartungen eben auch entsprechend abgleichen und ein gutes Erwartungsmanagement machen, dass Mitarbeiter auch gar nicht enttäuscht sind, was geht, was geht nicht.

00:08:51: Also Für mich ist Respekt kein Luxus, sondern das ist eigentlich die härteste Währung, die Führung überhaupt hat.

00:08:59: Denn wenn eine Führungskraft, und deswegen fragen die auch nach, wie kann ich mir Respekt erarbeiten, weil wenn ich keinen Respekt habe, dann folgen Menschen mir nicht, dann werden die eine geringere Veränderungsbereitschaft haben, eine geringere Leistungsbereitschaft haben und im schlimmsten Fall werden sie eben auch das Team verlassen.

00:09:20: Und das ist ja das, was eine Führungskraft auf gar keinen Fall will.

00:09:24: und auch tatsächlich so Produktivität und auch, ja, Es kostet Geld.

00:09:30: Ich muss einen neuen Mitarbeiter einstellen und, und, und.

00:09:34: Im schlimmsten Fall gehen die Leute in die innere Kündigung.

00:09:36: Auch das kostet ein Haufen Geld, weil die Produktivität sinkt.

00:09:41: Und insofern glaube ich, ist tatsächlich Respektvolle Führung ein extrem wichtiger Punkt für Führungskräfte.

00:09:49: Und natürlich muss ich mir vielleicht nicht erarbeiten, das finde ich auch zu hart.

00:09:56: Aber ich muss zumindest dafür sorgen, dass die Leute merken, ich respektiere sie.

00:10:04: Mhm.

00:10:07: Wem ... nee, bitte.

00:10:11: Respekt.

00:10:12: Respekt.

00:10:12: Ladies first.

00:10:13: Das ist sehr respektvoll.

00:10:14: Danke.

00:10:14: Danke,

00:10:15: Klasper.

00:10:17: Was wollte ich sagen?

00:10:19: Fangen du erst mal an.

00:10:19: Ja, also, danke schön.

00:10:22: Aber wenn wir es jetzt konkret machen.

00:10:23: wenn ich mich jetzt nicht respektiert fühle, entweder als Führungskraft oder aber als Teammitglied.

00:10:31: Was kann ich denn konkret machen, um mir den Respekt in Anführungszeichen zu verdienen?

00:10:36: Was denkt ihr?

00:10:37: Das ist ja eine ganz interessante Frage, wenn man es konkret macht.

00:10:40: Da kann ich anknüpfen und es passt auch zu meinem Gedanken, den ich vorher schon hatte.

00:10:44: Und zwar, ich dachte gerade, als Claudia erzählt hat, was eine Führungskraft alles ... machen muss oder wie sie agieren soll und was ich auch gesagt habe, dass sie eine Vorbildfunktion hat.

00:10:55: Wir sind ja nur, wir sind ja alle Menschen und Menschen machen Fehler und ich finde es sehr respektvoll, wenn man, wenn man Fehler gemacht hat, auch als Führungskraft, weil man gerade vielleicht in einer stressigen Situation ist und ein Mitarbeiter, eine Mitarbeiterin was wollte und man sich vielleicht nicht adäquat verhalten hat, sich dann zu entschuldigen und zu sagen, was weiß ich, Mensch, Thomas,

00:11:16: ich...

00:11:17: hab mich vorhin, glaub ich, nicht adäquat verhalten.

00:11:19: Es war nicht Respekt, wo tut mir Leid.

00:11:22: Das finde ich eine große Geste, die nicht immer gelebt wird, meine Erfahrung nach.

00:11:29: Also, Fehlerkultur, sich selber entschuldigen und Transparenz.

00:11:32: Ja, genau.

00:11:34: Ja, ich glaube aber auch, um Respekt zu bekommen und Respekt auch zu zollen, die Mitarbeitern gegenüber, bedeutet das für mich auch zweier Leid, denn einmal muss ich als Führungskraft mir auch die Zeit nehmen, dass ich eben auch mich mit den Mitarbeiter beschäftige, ihm auch das Signal setze, schau mal, ich merke, was du tust und ich sehe, was du machst und das immer schon beim zweiten Aspekt, nämlich auch weniger immer nur auf die Defizite zu gucken und Probleme zu erkennen und Probleme lösen und so sagen, das kannst du noch nicht und da muss ich dich noch weiter wickeln, entwickeln.

00:12:17: sondern ich muss ihm auch mal hingehen und sagen, das hast du gut gemacht.

00:12:21: oder da bin ich, das ist eine Ressource, die ist total wichtig für uns im Team.

00:12:28: Und dazu muss ich eben wirklich auch den Mitarbeiter wahrnehmen können, um präsent sein.

00:12:35: bei den Mitarbeitern.

00:12:36: Aber da sind wir wieder beim Feedback eigentlich, oder?

00:12:38: Total.

00:12:40: Also, eine respektvolle Feedbackkultur gehört natürlich auch zu einem respektvollen Umgang im Team.

00:12:46: Aber was gehört denn für dich zu einer respektvollen Feedbackkultur?

00:12:50: Ja, also, dass ich jetzt schaffe, Fehler oder Dinge, die nicht optimal funktionieren, auf eine Art und Weise rückzumelden, dass das Gegenüber sich nicht klein gemacht fühlt und sich nicht angegriffen fühlt.

00:13:02: Und vor allem, dass ... die Führungskraft nicht immer so tut, als könnte sie alles besser.

00:13:09: Das finde ich ganz entscheidend, dass wir alle im gleichen Boot sitzen.

00:13:12: und wenn es mir gelingt, das auf so eine Art und Weise nicht von oben herab dem gegenüber klar zu machen, dann ist das ein respektvoller Art und Weise ein Feedback zu geben.

00:13:23: Es muss aber auch vorher im Team klar sein, wenn man eben auf so eine Art und Weise miteinander redet, dass das kein Respektverlust für die Führungskraft ist.

00:13:31: Und da weißt ich manchmal die Krise in den Schwanz, wenn eine Führungskraft denkt, wenn ich jetzt so flach hierarchisch springe, dann denkt das gegenüber, ja, da kommt ja überhaupt kein Druck von oben und so weiter und so fort, also da muss man schon auch eine Kultur haben, die sowas dann erlaubt.

00:13:45: Also mir hat da immer geholfen und hilft mir heute immer noch, wenn ich mir einfach bewusst mache, wenn ein Mitarbeiter einen Fehler macht, hat er ja keine böse Absicht gehabt.

00:13:54: der das nicht absichtlich falsch gemacht, sondern oft machen Mitarbeiter Dinge nicht so wie wir es wollen und haben sich aber was Positives dabei gedacht.

00:14:05: und ich habe deswegen auch sehr häufig den Ansatz, dass wenn mir was missfällt erst mal oder wenn ich denke, das hätte mal anders machen können oder eleganter lösen können oder da hätte ich mir ein anderes Ergebnis gewünscht, dass ich erst mal frag, Was wolltest du denn mit dem Verhalten überhaupt bezwecken?

00:14:26: So, und dann hab ich erst mal die gute Absicht des Mitarbeiters erkannt.

00:14:30: Und dann kann ich sagen, okay, und welche anderen Wege hätten wir gehabt?

00:14:33: Und dann ist das eine ganz andere Form von ... Ein Feedback geben im Sinne von, welche Möglichkeiten haben wir in Zukunft, um das so zu gestalten, dass unsere beiden Erwartungen wieder stimmen.

00:14:46: Ja, genau.

00:14:47: Dazu, ganz kurz, das ist dieses, finde ich, dieses, es ist nicht schlechter, es ist nur anders.

00:14:53: Also das ist eben auch eine große Form von Respekt.

00:14:55: Dass man es erträgt, dass irgendetwas eben etwas anderes gemacht wird und nicht so, wie man sich vielleicht vorgestellt hat und aber versteht, dass es nicht unbedingt schlechter ist.

00:15:02: Ja, und das finde ich einen wichtigen Punkt von Claudia.

00:15:04: Jemanden erst mal eine positive Absicht zu unterstellen ist hilfreich, auch wenn es nicht immer stimmt, aber es ist erst mal hilfreich.

00:15:12: für meine eigene Haltung den Menschen gegenüber, dann Verständnis zu zeigen, für das anders sein und auch zu akzeptieren, dass vielleicht Kollege A anders damit umgeht mit einem Thema, als ich damit umgehen würde oder dass Kollegin B und C noch einen ganz anderen Weg hat.

00:15:30: Dass

00:15:30: es verschiedene Wege gibt, ans Ziel zu kommen und das zu akzeptieren.

00:15:36: Und für mich gehört aber auch dazu, dass wir nicht immer unsere Stereotype abrufen.

00:15:41: Also ich finde es ganz spannend im Podcast von Leon Winscheid und Azus Schröder.

00:15:48: Da haben die auch neulich gesagt, hat Leon Winscheid eine Studie gebracht, wo eben Wissenschaftler mal getestet haben, wie gut können denn andere einschätzen, wie der andere reagieren.

00:16:01: Dazu haben die Paare genommen, die schon sehr lange zusammen sind.

00:16:06: Und tatsächlich die Lagen auch häufig falsch.

00:16:10: Und das finde ich halt total spannend.

00:16:14: Und ich höre das auch in den Seminaren immer wieder.

00:16:16: Ja, aber Frau Weiler, ich geh ja mit meinen Mitarbeiter, ich weiß ja, wie die sind.

00:16:21: Und dann denke ich immer, weißt du es wirklich, was da in ihm vorgeht?

00:16:26: Oder

00:16:26: ... fragt doch einfach mal nach, was geht in dir vor.

00:16:29: Und wenn dich solche Stereotypen einfach abspielt, auch weil sich es eingefahren hat, dann ist das nicht mehr respektvoll, weil ich den anderen nicht als Menschen sehe, wie er gerade ist.

00:16:41: Und er kann in unterschiedlichen Kontexten ganz unterschiedliche Ideen absichten und Dinge haben.

00:16:48: Außerdem ein typisches Stereotyp, was ich immer wieder auch in Unternehmen erlebe.

00:16:55: Der ist all, der ist nicht mehr so veränderungsbereit.

00:16:59: Oder der ist all, der ist nicht mehr so leistungsorientiert.

00:17:02: Oder die ist gerade ein Wechseljahr, die ist gerade hysterisch.

00:17:06: Und dann kann solches Stereotypen unten auch zu einem respektlosen Verhalten führen, in dem die Mitarbeiter einfach aufs Abstellgleis gestellt werden.

00:17:16: Und gar nicht mehr gesehen werden, was sie vielleicht auch mit ihrem Alter ins Unternehmen hineinbringen können.

00:17:24: Ja, und das ist aber auch... Ich hatte das für kurz im ersten der Diskussion, wo es darum ging, wie sehr muss ich denn meine Teammitglieder überhaupt kennen?

00:17:34: Muss ich wissen, wann die Geburtstag haben?

00:17:35: Muss ich wissen, ob die Kinder haben?

00:17:37: Und da kam von einer Führungskraft ganz klar, ne, interessiert mich alles nicht, soll ein Job gut machen.

00:17:41: Und natürlich ist das in gewisser Weise respektlos.

00:17:44: Das heißt ja nicht, dass ich die immer persönlich zum Geburtstag anrufe, aber dass ich weiß, wann der Geburtstag ist.

00:17:48: Und wenn ich der Person begegne, sag, hey, alles Gute zum Geburtstag, das heißt ja, ich sehe die.

00:17:53: Und auch natürlich ist es familiär interessant zu wissen, womit habt ihr was habt ihr am Wochenende gemacht oder habt ihr Kinder?

00:18:02: mal ein kurzer Applaus.

00:18:03: Natürlich fühlen sich die Leute dann respektiert, weil sie sich gesehen fühlen.

00:18:07: Und das ist also genau das.

00:18:09: Was bedeutet, dass respektvolle Führung auch anstrengend ist?

00:18:13: Man kann nicht respektvoll sein, ohne zu investieren.

00:18:16: Das finde ich ganz wichtig.

00:18:17: Und da kommen wir wieder zu dem Punkt, wenn alles so eingefahren sind, wird es automatisch respektlos, weil du dich nicht mehr dafür interessiert hast und nur dann Vorurteilen folgst.

00:18:25: Und umgekehrt die Leute, Entschuldigung Judith, die Leute, die dann eben nichts Privates erzählen wollen, die müssen dann auch die Möglichkeit haben dürfen, zu sagen, Du ganz ehrlich, mein Wochenende möchte ich nicht reden.

00:18:41: Und dann heißt es eben auch, okay, dann weiß ich das in Ordnung.

00:18:45: Wenn du was erzählen willst, kannst du auf mich zukommen.

00:18:48: Genau.

00:18:49: Das ist auch respektvoll.

00:18:52: bezogen darauf, wie Führungskräfte und Mitarbeiter die Beziehungen sehen.

00:18:57: Ja, ich habe das auch schon öfter in Trainings erlebt, dass ich erst die Führungskräfte mehrere Tage trainiert habe und sie davon berichtet haben, wie sie ihre Mitarbeiter sehen und sagen, ja, wir kennen uns seit fünfzehn Jahren und wir haben ein tolles Verhältnis zum Beispiel.

00:19:10: Und danach habe ich die Mitarbeiter im Training gehabt und habejenige Fragen gestellt und konnte mich natürlich bei manchen auch daran erinnern, wer jetzt die Führungskraft ist und die das Verhältnis zur Führungskraft ganz anders sehen.

00:19:22: Ob jetzt positiv oder negativ, das spielt ja gar keine Rolle, aber ganz anders.

00:19:26: Ich denke, naja, es heißt jetzt nicht nur, wenn man lange zusammen arbeitet, dass man den anderen ja in und aus, wenn ich kenne, genauso wie in dem Podcast Betreutes Fühlen von Azus Schröder und Leon Winscheid.

00:19:39: Und da auch ins Gespräch zu gehen.

00:19:42: Nur ins jährliche Jahresgespräch, was ja auch oft passiert, dass viele sagen, wir haben gar keine Zeit für mehr Gespräche, sondern öfter mal ins Gespräch.

00:19:49: Auch wenn es kurz ist.

00:19:50: Klasse schwierig, wenn man um die Hundertfünfzig oder dreihundert Mitarbeiter hat.

00:19:53: Aber im Rahmen Kommunikation hilft.

00:19:56: Vielen Dank, Judith.

00:19:58: Ich frag mich, ja.

00:19:59: Wir haben jetzt viele rausgearbeitet.

00:20:02: Wie kommt es zu Respekt?

00:20:03: Welche Haltung brauchen wir dazu?

00:20:05: Und wie macht sich Respekt bemerkbar?

00:20:09: Aber es ist auch klar geworden.

00:20:12: dass Respekt, auch wenn ich die innere Haltung habe, nicht immer auch zeigen kann oder auch nicht immer so ankommt.

00:20:19: Und die Frage, die ich mir gerade stelle, ist, was können Führungskräfte denn tun, um respektvoller auch in stressigen Situationen zu sein?

00:20:28: Oder können die das lernen?

00:20:32: Kann man das überhaupt lernen?

00:20:33: Was meint ihr?

00:20:35: Also ich finde es wichtig, weil ich ... auch öfter von Führungskräften höre, dass sie zum Beispiel, also zum Beispiel ich sitze als Führungskraft an meinem Schreibtisch und mache irgendwas und ein Mitarbeiter, ein Mitarbeiterin kommt rein und möchte was von mir und ich guck gar nicht vom Bildschirm weg, weil ich meine Arbeit zu Ende mache und rede so nebenbei.

00:20:54: Ja, und das... bewusst wahrzunehmen und abzustellen, sondern in dem Moment dann beim Mitarbeiter, Mitarbeiterin zu sein oder zu sagen, du es passt grad nicht.

00:21:03: In fünf Minuten bin ich ganz bei dir und dann nehme ich mir auch die Zeit.

00:21:08: und auch nach Gesprächen in die Selbstreflektion zu gehen.

00:21:11: Ja, wie war das jetzt?

00:21:12: Was habe ich dafür getan, dass es gut lief oder auch nicht so gut lief?

00:21:16: Wir hatten vorhin das Thema Feedback, was Casper gesagt hat, einen dreihundertsechzig Grad Feedback einfordern, also auch, dass die Mitarbeiter sagen können, was sie gut finden oder was sie nicht gut finden.

00:21:26: Das hat natürlich auch mit der Feedback Kultur zu, hängt auch damit zusammen, ob ich das jetzt anonym mache oder auch wissen möchte, was... konkret Kollege ABC über mich denkt.

00:21:39: Das finde ich wichtige Aspekte.

00:21:41: Und ich finde es auch super wichtig, dass man nicht in so ein Modus schaltet.

00:21:45: Jetzt ist Stress und jetzt müssen wir da durch und dann werden meine Befehle knapp und ich höre eben auf die Leute, die respektieren, weil es ist irgendwie jetzt eine besonders wichtige Situation, das gibt es viel.

00:21:55: Und ich finde, in Stressmodus

00:21:58: ist,

00:21:59: da ist man halt Captain und da ist dann jetzt der Sturm.

00:22:02: Aber das ist jetzt nicht so, dass das Schiff gleich untergeht, sondern es ist durchaus so, dass man, wenn man da oben eine ruhige Hand sitzt, die trotzdem die Fähne in der Hand behält, die Leute weiterhin respektiert, sich selber respektiert und auch mal sagt, so, ich mach jetzt hier Schluss und ich schlafe jetzt trotzdem mal.

00:22:18: Das ist wichtig und man nicht von selber diese Situation noch befeuert, indem man von oben in so einen Modus gerät, dass jetzt plötzlich alles anders ist und jetzt muss mal was anders gemacht werden.

00:22:29: Und ich hab jetzt das Recht ... Verhaltensmuster und respektvolles Verhalten über Bord zu werfen, weil es geht jetzt um was, sondern einfach klar machen selbst in den Momenten, wo es knapp wird, wo viel zu tun ist, trotzdem das Gerüst beibehalten, dieses respektive, respektvolle Gerüst und dann wird es eben auch in solchen stressentägigen Situationen leichter, weil nicht alle irgendwie so im roten Bereich sind.

00:22:55: Ja, ich glaube aber gerade dazu braucht es eben auch, dass die Führungskraft mit schwierigen Situationen umgehen kann, Führungstools hat, um das Team auch stressresilient zu machen und selber auch so zu führen, dass eben Stresssituationen klar sind, also dass es eine klare Orientierung braucht, klare C-Vorgaben gibt und damit dann eben auch ... aktiv oder auch ein Konfliktmanagement, dass man mit Konflikten umgehen kann, dass Konflikte als ... ... Chance auch gesehen wird, Dinge besser zu machen.

00:23:31: Und da braucht es eben auch ... ... Unterstützung vom Unternehmen, was ... ... im Sinne von Weiterbildung oder auch Coaching ... ... um Stereotypen aufzudecken und so weiter.

00:23:41: Also ich glaube, das ist schon ... viel, was man da tun kann, um die Leute zu machen.

00:23:47: Also, ich wiederhole noch mal, ne?

00:23:48: Wir haben gesagt, wir brauchen eine Achtsamkeit auf die Situation, auf uns selber und selbst auch zu respektieren.

00:23:57: Wir brauchen Feedback, im besten Fall so ein dreihundertsechzig Grad Feedback, aber auch ein eins zu eins Feedback mit meinen Mitarbeitenden.

00:24:06: Es braucht, helft mir mal kurz, was haben wir noch gesagt?

00:24:09: Wir hatten vorhin gesagt, dass man sich auch entschuldigt, weil es kann ja mal passieren.

00:24:14: Genau, also auch zu seinen Fehlern zu stehen.

00:24:16: Eine gute Feedback-Kultur hattest du ja auch gesagt Judith.

00:24:19: Und es braucht eben auch der Umgang mit Stress, dass ich das selber auch kann, aber auch die entsprechenden Snow-How, wie führe ich ein Team, wenn es eben Konflikte gibt?

00:24:34: dann würden wir schon mal bei den konkreten Anwendungen sind sozusagen, was ich auch häufig habe in Seminaren.

00:24:42: Ich bin neu in meiner Rolle als Führungskräft und fühle mich nicht respektiert.

00:24:46: Respektive, weil ich aufgestiegen bin.

00:24:48: Wir haben auch ein Programm von Kollegen zum Vorgesetzten.

00:24:50: Das kommt das auch.

00:24:51: Die sind alle noch kumpel mit mir.

00:24:52: Und sagen, wenn ich eine Arbeitsanweisung gebe, ja, ja, ja, mach ich dir schon, Peter.

00:24:57: Und ich weiß nicht, wie ich reden soll.

00:24:59: Oder ich bin jung und komme in ein Team, wo alle Eltern sind als ich.

00:25:02: Wie kann ich mir denn jetzt den Respekt erarbeiten, wenn ich ihn einfach nicht habe oder er mir verloren gegangen

00:25:08: ist?

00:25:09: Also, da würde ich vorschlagen, ins Gespräch zu gehen mit der Person.

00:25:13: Das sind ja dann wahrscheinlich nicht alle gleichzeitig oder jeder zeigt was auf eine andere Art und man weiß ja, also man interpretiert ja nur rein, dass sie vielleicht keinen Respekt haben und eines mit den Personen zu reden und zu sagen, woran man das festmacht.

00:25:25: Wieso ich das Gefühl habe, dass der andere keinen Respekt vor mir hat und zu sagen, ich würde gern offen mit dir reden, weil ich mich so und so fühle.

00:25:32: Das heißt auch, sich selbst zu offenbaren.

00:25:35: Was ja oft dazu führt, dass der andere sich auch offenbart.

00:25:40: Und wenn wir den Gedanken jetzt nochmal weiterentwickeln, nochmal konkret, ich bin eine Führungskraft, die sich nicht respektiert fühlt.

00:25:47: Sei es, ich bin jung, bin neu ins Team gekommen, alle anderen sind älter als ich, geben mir nicht den Raum, von dem ich finde, dass ich ihn haben müsste und deswegen fühle ich mich eben nicht respektiert.

00:25:57: Oder aber ich bin aufgestiegen vom Kollegen zum Vorgesetzten, die mit denen ich vorher immer so kumpelhaft zusammengesessen habe, sind jetzt plötzlich meine.

00:26:05: Ja, ich sag jetzt mal untergeben in Anführungszeichen, aber ich bin eben der Lied von diesem Team.

00:26:10: Und trotzdem ist es natürlich jetzt schwierig.

00:26:11: Wie verhalte ich mich?

00:26:13: Muss ich jetzt mehr Abstand wahren?

00:26:14: Muss ich jetzt irgendwie... Ich hatte mal einen Kollegen, der hat einen Anzug angezogen, weil er plötzlich Regisseur war.

00:26:21: Und vorher haben wir alle gelacht, also auf die Art und Weise hat er nicht unseren Respekt gekriegt.

00:26:25: Also was können wir machen, um respektiert zu werden als Führungskraft.

00:26:30: Was habt ihr für Ideen?

00:26:32: Also ich hab gerade gedacht, Wenn ich die Führungskraft wäre, ist das ja erst mal nur mein Empfinden, dass die anderen keinen Respekt haben und ich würde nicht mit der Gruppe sprechen, sondern mir einzeln die Leute nehmen und mir natürlich vorüberlegen, was ist es denn, was der Heinz macht, wodurch ich das Gefühl habe, er respektiert mich jetzt nicht in meiner Rolle.

00:26:53: Und dann das auch in einem Gespräch zu sagen, dass du das da und daran fest machst, dass du zum Beispiel laut ausatmest, wenn ich dir sage, was deine Aufgaben sind.

00:27:05: Und dass ich dadurch das Gefühl habe, dass du mich nicht respektierst, ist das so.

00:27:08: Und damit im Heinz ins Gespräch zu gehen und so mir jeden dann zu picken.

00:27:12: Also adressieren?

00:27:13: Aus welchen Gründen fühle ich mich nicht respektiert?

00:27:16: Ist es vielleicht nur Interpretation?

00:27:18: Ist es wirklich und auf diese Art und Weise mit einem ins Gespräch kommen?

00:27:20: Also Transparenzoffenheit und Ehrlichkeit?

00:27:22: Offen

00:27:23: zu sein, sich selbst zu offenbaren?

00:27:25: Genau.

00:27:26: weil es oft dazu führt, dass der andere sich dann auch offenbart.

00:27:28: Das ist natürlich schwierig.

00:27:30: Es würden wahrscheinlich einige Führungskräfte sagen, ja, Judith, genau.

00:27:32: Die Mitarbeiter, die öffnen sich doch nicht, haben ja sonst vielleicht Angst, ihren Job zu verlieren.

00:27:37: Klar, dass man auch im Hinterkopf hat, wer gerade mit wem redet und dass es da auch eine Hierarchie gibt und auch sicherlich Ängste oder Sorgen.

00:27:45: Und

00:27:45: sich vielleicht den Mitarbeiter, den Mitarbeiterinnen gar nicht so schnell offenbart.

00:27:49: Ja, aber ich finde, da müssen dann Führungskräfte auch dran bleiben, weil das ist ja dann auch Kulturprägend, ne?

00:27:54: Ich frag gar nicht erst nach, weil die werden sich nicht öffnen.

00:27:57: Damit kriege ich aber auch keine offene Diskussions- und Feedbackkultur hin.

00:28:01: Ja.

00:28:02: Und dann festigt sich das ja umso mehr.

00:28:04: Und ich glaube, allein sich dieses Feedback einzuholen, wird schon den Respekt erhöhen bei den Mitarbeitenden, weil ich ja damit ja auch schon zeige, ich habe Interesse, wie gehe ich denn mit den Menschen um?

00:28:18: Und das, glaube ich, ist total wichtig.

00:28:20: Und in dem Moment nehme ich ja auch meine Liedrolle, meine Führungsrolle auch an, indem ich eben da auch proaktiv auf die Leute zugehe.

00:28:30: Ich glaube, das ist halt auch ein wichtiger Punkt, dass ich eben tatsächlich meine Führungsrolle annehmen muss.

00:28:38: Also nicht nur im Sinne von, ich hol mir Feedback ein, sondern auch im Sinne von, ich mache jetzt nicht mehr alles selber.

00:28:46: Weil dann bin ich diejenigen, der immer rotiert, der alles macht.

00:28:50: Ich würde gestresst, ich würde gehetzt.

00:28:53: Ich würde auch, als ob ich die Situation nicht im Griff hätte.

00:28:58: Und ich vertraue meinen Mitarbeiter nicht, dass sie ihre Aufgaben machen.

00:29:02: Das heißt, ich muss auch anfangen auf eine sehr respektvolle Art und Weise, auf Augenhöhe, den Respekt den Mitarbeitern gegenüberbringen.

00:29:12: Ich brauche euch, um dass ihr ... dass wir zusammen unser Teamziel erreichen und ich brauche eure Expertise und euren Know-how dazu und auch eure Arbeitskraft dazu, einfach auch von der Masse der Arbeitsvolumen, das eben in so einem Team zu bewältigen ist.

00:29:32: Und da fangen wir ja schon an, wenn ich meinen Mitarbeitern Respekt entgegen bring.

00:29:39: Und sie mit reinbringen, dann krieg ich auch wiederum Respekt von denen entgegengebracht.

00:29:44: Also jetzt, du meinst im Sinne von Delegation?

00:29:46: Ja,

00:29:47: genau.

00:29:47: Weil

00:29:48: das ist nämlich auch etwas, dass viele, also das höre ich auch im Seminar, muss ich denn wirklich alles am besten können?

00:29:55: Also natürlich wird es sich innerhalb von einem Team spezialisieren.

00:29:59: Ich finde aber auch trotzdem, dass man dranbleiben muss mit Fortbildungen.

00:30:03: Und beispielsweise auch Fortbildungen machen, um eine gute Führungskraft zu sein.

00:30:06: Das fällt ja nicht vom Himmel.

00:30:08: Also das ist eben auch ein Punkt, wie ich mir Respekt verschaffen kann, indem die Leute merken, okay, da kniet sich jemand rein.

00:30:15: Die macht Fortbildungen, der macht Fortbildungen, der kommt hier mit neuen Ideen, der probiert Sachen aus, der führt kulturveränderte Maßnahmen ein, wo es auch unter Umständen haken, also auch mutig sein.

00:30:30: Aber auf die Art und Weise auch zeigen, da ist jemand, der sich Gedanken macht und er hält das Buddha oder sie hält das Ruder in der Hand.

00:30:36: Aber genau da setze ich, muss ich auch sagen, setzt es eben auch an, dass Respekt nicht nur etwas damit zu tun hat, welche Persönlichkeit habe ich vor mir, sondern hat die Persönlichkeit auch aller Rahmenbedingungen, um Respekt auch ... zu zollen.

00:30:54: Also für das, was du sagst, brauche ich Zeit.

00:30:57: Das Unternehmen muss weiter Bildung zur Verfügung stellen.

00:31:01: Und es braucht diesen Rahmen, auch diese Kultur, wo grad was du gesagt hast, das reicht ja nicht nur, dass ich als Führungskraft hingehe und frag, es muss auch die Kultur herrschen im Unternehmen.

00:31:16: Man darf seiner Führungskraft eine ehrliche Meinung geben.

00:31:20: Und ... Das sind Dinge, die kann man als Führungskraft alleine nicht bewältigen, sondern das braucht dann tatsächlich einen größeren Rahmen.

00:31:29: Das braucht

00:31:29: eine Kultur, die bis zur Führungsspitze hingelebt wird und eben nicht nur beim Einzelnen.

00:31:35: Also wir können viel tun, aber es muss auch die entsprechenden Rahmenbedingungen sein.

00:31:41: Fängt schon an bei der Zeit, die eine Führungskraft zur Verfügung hat.

00:31:46: Und was ich auch noch wichtig finde, da anschließend, ist die Regelmäßigkeit.

00:31:50: Ich habe jetzt einen Gespräch geführt, das reicht jetzt auch, sondern dranbleibe.

00:31:54: Das ist ja auch, äh, zollt ja auch Respekt und von Wertschätzung das zu tun.

00:32:00: Ja, das habe ich tatsächlich auch oft, weil sich selber Führungskraft war, erlebt.

00:32:04: Ein Gespräch reicht nicht.

00:32:05: Also, ähm, es sind oft, geht das über ein Vierteljahr, halbes Jahr, bis man dann irgendwie sich... Also auch, wenn man als externe Führungskraft dazukommt, bis man sich so ein bisschen zusammengerauft hat und auch versteht, was meint der andere.

00:32:22: Ja.

00:32:24: Und ab welcher, wie ein bisschen ketzerisch man würde, wie Reißleine ziehen und sagen, okay, vielleicht bin ich ja jetzt auch doch Fehl am Platz.

00:32:31: Also das kann man ja auch mal sagen.

00:32:33: Als

00:32:33: Führungskraft?

00:32:34: Ja, vielleicht ist es auch so, ich fühle mich nicht respektiert und ich sitze auf diesem Posten.

00:32:38: Und irgendwie funktioniert es nicht.

00:32:40: Und irgendwo muss man vielleicht auch mal die Entscheidung dann ehrlich fällen.

00:32:42: Okay, vielleicht ist es auch nicht mein Posten, oder?

00:32:44: Das Zusammenspiel ist ja immer die Organisation.

00:32:47: Es sind die Kollegen.

00:32:48: Es spielt ja alles mit rein.

00:32:50: Also, wenn es jetzt nur von einer Seite kommt, also von den Kolleginnen und Kollegen, finde ich, weiß ich nicht, muss jeder für sich einschätzen.

00:32:57: Da gibt es ja kein Schema F. Aber wenn ich das Gefühl habe, auch die Organisation und meine Führungskräfte stehen nicht hinter mir und ich fühle mich total allein gelassen.

00:33:04: Ich habe wirklich alles probiert, alles, was wir jetzt auch gerade besprochen haben.

00:33:08: Dann würde ich da auch meine Grenzen ziehen, weil ich Respekt vor mir selbst habe.

00:33:12: So, wenn ich merke, das geht jetzt an die Substanz.

00:33:15: Also das ist auch ein ganz entscheidender Punkt, wenn ich Respekt vor sich selber und auch zu sich selber ehrlich sein.

00:33:21: Ja.

00:33:21: Also ich glaube, da hilft das auch ganz gut, wenn Führungskräfte auch nochmal zur Personalabteilung gehen und mit denen dann reden, weil die haben ja auch oft oder sollten im Unternehmen die Rolle haben, da auch nochmal zu vermitteln, zu reflektieren.

00:33:36: Und die bekommen ja auch manchmal Feedback von den Mitarbeitern, die man nicht selber bekommt.

00:33:42: Und da kann man sicher auch nochmal ein Feedback zum Beispiel einholen.

00:33:46: Und die können dann die Situation auch nochmal neutraler einschätzen, wie wenn ich zu meinem direkten Vorgesetzten gehe, dann ist es auch nicht ganz so peinlich.

00:33:54: Und ich glaube, das ist ein Prozess, die Entscheidung zu treffen, der über mehrere Gespräche, über mehrere Beobachtungen hingeht.

00:34:03: Ich glaube aber auch, man sollte sich Entwicklungsmöglichkeiten offenhalten.

00:34:09: Ich als Person kann mich auch weiterentwickeln.

00:34:12: Und ich muss ja auch in die Führungsrolle reinwachsen.

00:34:14: Also nicht zu früh, würde ich sagen.

00:34:17: Aber auch nicht zu spät.

00:34:19: Das ist immer die Balance, die wir treffen müssen.

00:34:22: Wollen

00:34:23: wir linked?

00:34:25: Ja.

00:34:27: Also lasst uns nochmal zusammenfassen.

00:34:30: Was ist Respekt?

00:34:31: Respekt bedeutet Rückschau, Rücksicht nehmen.

00:34:34: Das heißt, der Umgang mit Menschen ... heißt Respektvoll, indem ich den anderen sehe und wahrnehme, wie er ist.

00:34:43: Also auch eine gewisse Achtsamkeit habe, aber auch diese Achtsamkeit mir selber gegenüberbringe.

00:34:49: Respekt beginnt also bei mir selbst, wenn wir es genau nehmen.

00:34:53: Warum ist Respekt für Führungskräfte so wichtig?

00:34:56: Naja, weil wenn der Respekt fehlt, Mitarbeiter entweder in die innere Kündigung gehen oder eine tatsächliche Kündigung geben, Leistungsabfall da ist.

00:35:06: die Motivation stattfindet, Rückzug stattfindet und Innovation auch nicht mehr vorangetrieben werden, weil die Mitarbeiter nicht motiviert sind, sich ins Unternehmen einzubringen.

00:35:17: Also es ist tatsächlich auch ein ganz knallhatter Wettbewerbsvorteil, wenn sich Mitarbeiter respektiert fühlen.

00:35:29: Was kann ich tun, um eben respektvoller zu sein, auch in stressigen Situationen?

00:35:35: da helfen natürlich so Themen wie mit mir selber erstmal respektvoll umzugehen, mich zu reflektieren, was habe ich in der Situation gemacht, wie hätte ich respektvoller den Mitarbeiter behandeln können, aber auch welche Stereotypen leiden mich in meinem Tun und Handeln, wo ich einfach nicht mehr die Person, die gerade vor mir ist, sehe, sondern einfach das, was habe ich mir antrainiert, was denke ich über die Person?

00:36:01: oder was denke ich über Personen, die älter sind, über Personen, die jünger sind, also geht ja auch in die Umkehr.

00:36:07: Richtung, die jungen Leute sind ja alle faulen und wollen nur noch Work-Life-Balance, das stimmt ja so auch nicht.

00:36:15: Dann aber auch wieder dieses Thema Achtsamkeit mit sich selber achtsam umgehen und eben auch sich Feedback einholen und zu fragen, was brauchen wir in Zukunft, um gemeinsam respektvoller miteinander umzugehen.

00:36:32: Das heißt aber auch, um Respekt zu gewinnen, gerade wenn ich eine neue Führungskraft bin, Was kann ich tun, um Respekt zu gewinnen?

00:36:42: Das bedeutet eben, dass ich meine Führungsrolle annehme.

00:36:47: Also auch Delegiere, Vertrauenschenke, Menschen weiterentwickele, aber auch mich selber weiterentwickele, indem ich eben auch Führungsinstrumente an der Hand habe, um ein Team zu formen, aber auch eine Teamkultur zu entwickeln.

00:37:05: Mir Feedback einhole.

00:37:07: Und eben auch ganz klar, sollte meine Entwicklung als Führungskraft und die Führungskrolle anzunehmen, nicht gelingen, auch respektvoll mir selbst gegenüber und dem Team zu sein, wenn ich keinen Respekt bekomme, zu sagen, im schlimmsten Fall.

00:37:24: Das ist nicht mein Job.

00:37:25: Und da möchte ich noch hinzufügen, da ist auch wieder Personalabteilung, Geschäftsführung sehr stark gefragt, die richtige Personalaufspart zu treffen.

00:37:36: Also Menschen, die ihre Aufgaben erledigen können, heißt auch, respektvoll umzugehen und nicht irgendwelche Menschen zu holen und zu hoffen, es wird schon gut gehen.

00:37:45: Also Respekt ist, wie ihr seht, ein wichtiger Punkt in Führung und ich glaube, jede Führungskraft sollte sich mal Gedanken gemacht haben.

00:37:54: Was ist respektvoller Umgang miteinander und das auch mal mit seinem Team diskutieren.

00:38:02: Wenn ihr jetzt sagt, boah, ich bin auch gerade neu in der Führungsposition und möchte jetzt Irgendwie, das auch lernen, wie man Respekt macht und der Input war cool hier, aber reicht nicht aus.

00:38:14: Wie setzt sich's um?

00:38:15: Dann könnt ihr euch natürlich gerne an uns wenden, Judith Wolff, Kasper Küppers und auch ich, Claudia Weiler mit Führungsspitze.

00:38:24: Ihr findet unsere Kontaktdaten und unsere Links in den Show Notes.

00:38:31: Oder ihr wollt vielleicht sogar ein Workshop machen, wo ihr darüber mal im ganzen Team, im ganzen Unternehmen redet und Respekt mehr ins Unternehmen hineinbringen wollt.

00:38:42: Dann könnt ihr euch natürlich auch gerne an uns wenden.

00:38:46: In diesem Sinne freuen wir uns schon auf die nächsten Folge.

00:38:50: Wenn euch die gefallen hat, gewertet sie gerne oder empfehlt uns weiter.

00:38:54: Und dann bleibt mir jetzt nur eins zu sagen, auf bald.

00:38:59: Auf

00:38:59: bald.

00:38:59: Auf bald.

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